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Lehre im Handwerk

94 Chancen für Jungen und Mädchen
Das deutsche Handwerk hat eine lange und bedeutende Ausbildungstradition. Es bietet 94 interessante Ausbildungsberufe an, unter denen Jungen und Mädchen ihre Auswahl treffen können. Von A wie Augenoptiker bis Z wie Zimmerer reicht das Spektrum. Wer eine qualifizierte Ausbildung sucht und danach einen krisenfesten, sicheren Arbeitsplatz mit guten Verdienstmöglichkeiten anstrebt, wer einen Beruf sucht, der den eigenen Vorstellungen und Neigungen entspricht, der Spaß macht und abwechslungsreich ist und Geschick und Phantasie verlangt, für den ist Handwerk genau das Richtige.

Ohne Handwerk läuft nichts
Handwerksberufe sind unverzichtbarer Bestandteil unseres Lebens. Handwerkerinnen und Handwerker bauen unsere Häuser, backen das Brot und stellen die Wurst her. Sie warten unsere komplizierten technischen Geräte vom Auto über den Computer bis hin zur Waschmaschine und zum Fernseher. Ohne sie gibt es keine moderne Kommunikation.

Handwerk produziert, erbringt Dienstleistungen aller Art, ist kreativ kunsthandwerklich tätig. In den überschaubaren kleinen und mittleren Handwerksbetrieben mit durchschnittlich 11 Beschäftigten leistet jeder "ganze Arbeit" und erlebt so das Entstehen des gesamten Produktes, die komplette Dienstleistung. Da ist Platz für selbständiges Arbeiten und persönliche Erfolgserlebnisse.

Handwerker und Handwerkerinnen sind Spezialisten, die immer gebraucht werden. Das bedeutet Sicherheit für die Zukunft. Während in anderen Wirtschaftsbereichen mehr und mehr Arbeitsplätze abgebaut werden, sucht das Handwerk weiterhin qualifizierte Fachkräfte.

Im Bezirk der Kreishandwerkerschaft Süd-Ost-Niedersachsen ließen sich 2004 mehr als 2000 junge Menschen in einem Handwerksberuf ausbilden. Etwa jeder fünfte Ausbildungsplatz war mit einem Mädchen besetzt. Zwar stehen nach wie vor die typischen Frauenberufe wie Friseurin oder Bürokauffrau ganz vorne auf der Hitliste, aber zunehmend mehr Mädchen wagen sich auch in die zukunftsträchtigen gewerblich-technischen Handwerksberufe. So steigt der Anteil der weiblichen Auszubildenden beispielsweise bei den Bäckern, den Tischlern, den Maler und Lackierern und bei den Konditoren seit Jahren langsam, aber kontinuierlich an. Immer mehr Mädchen interessieren sich darüber hinaus für eine Ausbildung in den Gesundheitshandwerken Zahntechniker und Augenoptiker.

Auch für ausländische Jugendliche gewinnt das Handwerk zunehmend an Attraktivität. In der Lehrlingsrolle der Handwerkskammer Braunschweig sind zur Zeit insgesamt 1.247 ausländische Auszubildende erfaßt.

Lernen und aufsteigen
Die Ausbildung im Handwerk dauert - je nach Beruf - zwischen zwei und dreieinhalb Jahren. Die praktische Ausbildung erfolgt im Betrieb, die theoretische Unterweisung in der Berufsschule. Dabei arbeiten beide Bereiche eng zusammen. Moderne überbetriebliche Ausbildungszentren ergänzen die Ausbildung in modernen Technologien.

Am Ende der Lehrzeit steht die Gesellenprüfung, in der die Auszubildenden ihre praktischen Fertigkeiten und theoretischen Kenntnisse nachweisen müssen. Wer danach auf der handwerklichen Karriereleiter weiterklettern will, dem stehen viele Weiterbildungsmöglichkeiten offen: auf technischem, betriebswirtschaftlichem und gestalterischem Gebiet oder im Umweltschutz.

Im Mittelpunkt der handwerklichen Weiterbildung steht die Meisterprüfung, die nach dreijähriger Gesellenzeit absolviert werden kann. Der Meistertitel macht den Weg frei für eine leitende Position im Betrieb und ist das Sprungbrett für die eigene Betriebsgründung.


weitere Infos
Du suchst eine Lehrstelle im:

Freie Lehrstellen innerhalb des Handwerkskammerbezirks Braunschweig findest Du unter: http://www.hwk-bs.de/cgi-bin/cms.py?module=boerse&status=sehen